Ehe für Alle in Unna: Die ersten Anfragen kommen

Lange haben gleichgeschlechtliche Paare auf diesen Tag warten müssen. Am Sonntag (1. Oktober) ist das Gesetz für die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen in Kraft getreten. Auch in Unna gab es die ersten Anfragen.

Das Standesamt war am Sonntag geschlossen. Trotz des neuen Gesetzes und der neuen Heiratsmöglichkeiten, blieb es beim Standesamt der Stadt Unna auch am Montag ruhig. „Wir sind halt nicht Dortmundoder Köln. Alleine von der Einwohnerzahl war ein Ansturm nicht zu erwarten“, sagt Oliver Böer, Stadtsprecher von Unna.

Bisher kein Andrang auf den Altar

Eine bestehende Lebenspartnerschaft kann nun in eine Ehe umgewandelt werden, wenn die Lebenspartner bei gleichzeitiger Anwesenheit im Standesamt erklären, miteinander eine Ehe auf Lebenszeit führen zu wollen. Zum Hintergrund: Am 30. Juni hat der Bundestag die „Ehe für Alle“ beschlossen. Ab dem 1. Oktober haben „Personen gleichen Geschlechts das Recht auf Eheschließung“. 393 Abgeordnete stimmten für die Gesetzesvorlage, 226 votierten mit Nein und vier enthielten sich der Stimme.

In Unna hat in den ersten Tagen des Monats Oktober erst ein gleichgeschlechtliches Paar diese Möglichkeit der Umwandlung einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe genutzt. „Allerdings gibt es für die kommenden Wochen schon einige Anfragen“, sagt Böer. Durchschnittlich wurden in den letzten Jahren drei bis sechs gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften bei der Stadt Unna eingetragen. Insgesamt – inklusive der Lebenspartnerschaften – gab es im Jahr 2016 257 Eheschließungen.

Wo kann man in Unna heiraten?

An insgesamt drei Orten ist es in Unna möglich, die Eheschließung stattfinden zu lassen. Im Gebäude des Standesamtes befindet sich das Trauzimmer. Die Innenstadt von Unna bietet noch zwei weitere Orte: Das historische Nicolaihaus, in dem der bedeutende Stadtprediger und Choralschöpfer Philipp Nicolai zwischen 1596 und 1601 wohnte. Zudem auch der Säulenkeller im Zentrum für internationale Lichtkunst im ZIB.

Mittlerweile gelten für gleichgeschlechtliche Partnerschaften dieselben Regeln. „Es gibt vielleicht ein paar Änderungen in den Formulierungen auf den Papieren und in der Zeremonie, aber ansonsten ist jetzt alles gleich“, sagt Böer.

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Post Autor: Sternmone

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