Mutmaßlicher Reichsbürger stürzt sich auf Waffe eines Polizisten

Er „stürzte“ sich regelrecht auf die Dienstwaffe eines Polizeibeamten und konnte erst mit einem kräftigen Schlag ins Gesicht zur Räson gebracht werden. Die Essener Polizei ist am Donnerstag bei einer Verkehrskontrolle zufällig auf einen mutmaßlichen Reichsbürger gestoßen. Der Bottroper lag, nackt bis auf die Unterhose, schlafend in seinem Kastenwagen..

So steht es im Polizeibericht:

Gestern Morgen, 18. August gegen 10:25 Uhr, entdeckten Beamte der Einsatzhundertschaft auf dem Parkplatz an der Altenessener Straße, Ecke Kleine Stoppenberger Straße einen verdächtigen Kastenwagen. Sowohl die Beifahrertür als auch die Schiebetür waren geöffnet, es konnte aber keine Person in der Nähe angetroffen werden. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten einen bis auf die Unterhose entkleideten Mann (49), der schlafend auf der Ladefläche lag.

Die Beamten entschieden sich, den Bottroper zu wecken und ihn zu befragen. Widerwillig – aber inzwischen bekleidet – stieg der Mann aus dem Fahrzeug. Auf seine Personalien angesprochen gab er zu verstehen, dass der Polizei diese Informationen nichts angehen würde und dass er als Reichsbürger die Polizei nicht als Staatsgewalt anerkennt.

Auch auf eine mögliche Durchsuchung seiner Person nach Personalien gab er ebenfalls zu verstehen, dass mit erheblichen Widerstand zu rechnen sei.

Bei dem Versuch der Beamten, den Personalausweis des Mannes aus seiner Geldbörse zu kontrollieren, stürzte sich der 49-Jährige unvermittelt auf die Dienstwaffe des Beamten und beabsichtigte, diese mit Gewalt aus dem Holster zu ziehen. Erst ein Schlag ins Gesicht beendete den Griff auf die Waffe. Die daraufhin folgende Fesselung gelang nur mit erheblichen Kraftaufwand.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen durfte der Bottroper am Abend, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, die Polizeiwache wieder verlassen.

Post Author: Redaktion

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