Ker­naus­sa­gen „Krimi­nalität im Kon­text von Zu­wan­de­rung“ Be­trach­tungs­zeit­raum: 01.01. – 31.03.2017

AKTUELLE LAGE ZUWANDERUNG 2015 – 1. QUARTAL 2017
Der Zustrom von Flüchtlingen und Asylbegehrenden nach Deutschland dauert weiterhin an, wobei die monatlichen Flüchtlingszahlen ab Dezember 2015 deutlich rückläufig waren und seit April 2016 auf vergleichsweise niedrigem
Niveau stagnieren.
Seit Januar 2015 wurden insgesamt rund 1.217.000 Asylsuchende registriert, davon 890.000 im Jahr 2015, 280.000 im Jahr 2016 und 47.000 im 1. Quartal 2017.

Basis zur Darstellung der Entwicklung der Zuwanderung von Asylsuchenden sind für die Jahre 2015 und 2016 die Daten des Systems zur Erstverteilung von Asylbegehrenden auf die Länder [EASY] des Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge [BAMF] und ab dem 01.01.2017 die Daten aus der Asylgesuchstatistik des BAMF.
Hauptherkunftsstaaten im 1. Quartal 2017 waren, wie schon in den Jahren 2015 und 2016, Syrien, Afghanistan und Irak.

Entwicklung der in EASY erfassten Asylbegehrenden [2015 – 1. Quartal 2017]

 

Ker­naus­sa­gen „Krimi­nalität im Kon­text von Zu­wan­de­rung“ Be­trach­tungs­zeit­raum: 01.01. – 31.03.2017

 

ALLGEMEINKRIMINALITÄT
1. Die Zahl der Fälle von Straftaten durch Zuwanderer lag im 1. Quartal 2017 unter dem Niveau der Fallzahlen des
4. Quartals 2016.
Insgesamt wurden von Januar bis März 2017 64.700 Fälle im Zusammenhang mit versuchten und vollendeten Straftaten registriert, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Tatverdächtiger erfasst wurde [4. Quartal 2016: 66.000 Fälle].

Bei der Betrachtung der monatlichen Fallzahlen war im März 2017 bei den Rauschgiftdelikten, Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie den sonstigen Straftatbeständen ein leichter Anstieg der Fallzahlen festzustellen.
Die überwiegende Mehrheit der Zuwanderer wurde nicht als tatverdächtig erfasst.

2. Die deliktischen Schwerpunkte bei den Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern lagen im Bereich der Vermögens- und
Fälschungsdelikte sowie der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie der Diebstahlsdelikte.

Innerhalb der Vermögens- und Fälschungsdelikte handelte es sich vorrangig um Fälle von Beförderungserschleichung [54 %].

Bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit handelte es sich überwiegend um Körperverletzungsdelikte [77 %].

Im Bereich der Diebstahlsdelikte dominierte der Ladendiebstahl [68 %].

3. Bezogen auf die Herkunftsnationalitäten waren unterschiedliche deliktische Schwerpunkte feststellbar.
Der Anteil von Staatsangehörigen aus Syrien, Afghanistan und Irak an der Gruppe der Tatverdächtigen war deutlich niedriger als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Deliktsschwerpunkte waren Rohheitsdelikte
und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, gefolgt von Vermögens und Fälschungsdelikten.

Der Anteil von Staatsangehörigen aus den Maghreb-Staaten  sowie aus Georgien an der Gruppe der Tatverdächtigen war sehr viel höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer.

Die deliktischen Schwerpunkte lagen bei diesen Tatverdächtigen im Bereich der Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.

Der Anteil von Staatsangehörigen aus der Balkan-Region an der Gruppe der Tatverdächtigen war deutlich höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Die deliktischen Schwerpunkte lagen auch bei diesen Tatverdächtigen im Bereich der Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögensund Fälschungsdelikten.

Dasselbe Bild zeigte sich bei Staatsangehörigen aus den afrikanischen Staaten Gambia, Nigeria und Somalia: Auch deren Anteil an der Gruppe der Tatverdächtigen war deutlich höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Die deliktischen Schwerpunkte bei den Tatverdächtigen aus diesen Staaten lagen im Bereich der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte.

 

Im Bereich Straftaten gegen das Leben handelte es sich in den weitaus meisten Fällen um versuchte Totschlagsdelikte.
Im 1. Quartal 2017 wurden 122 Fälle von Straftaten gegen das Leben registriert, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Opfer oder Tatverdächtiger beteiligt war. Hiervon blieben 111 Fälle im Versuchsstadium. Bei den elf vollendeten Taten wurden insgesamt 13 Personen getötet, darunter acht Zuwanderer, vier deutsche Staatsangehörige sowie ein Staatsangehöriger eines Nicht-EU-Staates.
In 81 Fällen – das sind zwei Drittel aller erfassten Fälle – waren ausschließlich Zuwanderer beteiligt, d. h. sowohl als Tatverdächtige als auch als Opfer.
In 28 Fällen wurden deutsche Staatsangehörige registriert [in sechs Fällen als Tatverdächtige, in 20 Fällen als Opfer und in zwei Fällen sowohl auf Tatverdächtigen- als auch auf Opferseite].
73 % der Tatverdächtigen waren Zuwanderer aus den betrachteten Herkunftsstaaten.

In 31 % der Fälle lag der Tatort in einer Erstaufnahmeeinrichtung/Sammelunterkunft.

 

Die linke Szene setzte ihre Straftaten fort.
Aktionen der linken Szene, insbesondere in Form von Straftaten gegen den politischen Gegner, aber auch gegen polizeiliche Einsatzkräfte sowie politisch Verantwortliche, wurden fortgesetzt. Durch die starke öffentliche
Präsenz der rechten Szene kam es regelmäßig zu Gegenaktionen aus dem linken Spektrum, wobei das Zusammentreffen von einer aggressiven Grundstimmung bestimmt war.
Unterhalb der Schwelle von Gewaltdelikten sind weitere Straftaten in Form von Blockadeaktionen, funktionsbeeinträchtigenden Sachbeschädigungen und sonstigen Agitationsformen zu erwarten.

 

Die Hinweiszahlen zu potentiellen Straftätern im Bereich des islamistischen Terrorismus nehmen weiter zu.
Die Hinweiszahlen zu sich in Deutschland aufhaltenden mutmaßlichen [aktiven bzw. ehemaligen] Kämpfern bzw. Angehörigen/Unterstützern/Sympathisanten terroristischer Organisationen im Ausland bzw. „islamistisch-motivierten Kriegsverbrechern“ stiegen weiterhin an.

 

file:///C:/Users/user/Dropbox/unpolitisch/kernaussagenZuKriminalitaetImKontextVonZuwanderungIQuartal2017.pdf

Quelle: https://www.bka.de

Ganzer Bericht des BKA:  Quelle: kernaussagenZuKriminalitaetImKontextVonZuwanderungIQuartal2017.pdf

 

 

Post Autor: Sternmone

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