Wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht – Am Ende vom Geld, ist immer noch Monat übrig

Knapp ein Viertel der Europäer ist laut dem europäischen Statistikamt Eurostat von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht – aller wirtschaftlichen Erholung zum Trotz. Und das, obwohl viele von ihnen Arbeit haben. Nur leider oft schlecht bezahlte und befristete Arbeit.

Beispiel Deutschland: Obwohl das Land ein Musterbeispiel für Wachstum und Beschäftigung ist, sind hier zwanzig Prozent laut Statistik armutsgefährdet. Mini-Jobber, Arbeitnehmer, die sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln, und etliche, die trotz jahrzehntelanger Einzahlungen in die Rentenkasse mit Altersarmut rechnen müssen. 

Fast zehn Prozent der Berufstätigen in Deutschland gelten trotz regelmäßiger Arbeit als arm. Das ist das Ergebnis einer Studie zur Armutsgefährdung von Erwerbstätigen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, das den Zusammenhang von Arbeitsmarktpolitik und Erwerbsarmut in 18 europäischen Ländern untersucht hat.

Beispiel Spanien: In Andalusien sind es gar um die vierzig Prozent der Bevölkerung, die mit weniger als dem Referenzeinkommen durchhalten müssen. In Spanien liegt die Armutsgrenze bei etwa 8.000 Euro für das ganze Jahr.

Im Jahr 2015 waren etwa 119 Millionen Personen bzw. 23,7% der Bevölkerung in der Europäischen Union (EU) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Das bedeutet, dass sie sich in mindestens einer der folgenden drei Situationen befanden: sie waren nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht (Einkommensarmut), sie litten unter erheblicher materieller Deprivation oder lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit.
Nachdem der Anteil der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, zwischen den
Jahren 2009 und 2012 dreimal in Folge gestiegen war und fast 25% erreicht hatte, ist er seither stetig gesunken
und auf das Niveau von 2008 (23,7%) zurückgekehrt.

Dennoch lag er im Jahr 2015 weiterhin über seinem Tiefstand von 2009 (23,3%). Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Strategie Europa 2020.

Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union veröffentlicht.

Irgendwie ist ja wie verhext. Da verdient man eigentlich genug und doch scheinen sich die Münzen und Scheine immer schneller in Luft aufzulösen als man es vermuten würde. Nun ja, der Gedanke „im nächsten Monat bleibt mehr Geld als Tage übrig“ macht es dann wieder leichter, nur dumm, dass auch der kommende Monat das gleiche Spiel bereithält.

Post Author: Sternmone

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