Schwarz-Gelb will Namensänderungen vereinfachen – Aus Fadima soll in NRW bald ganz leicht Frieda werden

Weil Aishe, Mohammed, Fatima oder aber angeblich auch Iwan, Amélie, Wang, Li und Zhang aufgrund ihrer ausländischen Namens im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag diskriminiert werden, will die schwarz-gelbe NRW-Regierung es diesen Diskriminierten wesentlich vereinfachen, ihre Namen ohne viel Bürokratie „umwandeln“ zu lassen.

Der Name wird geändert, und schon sind die Probleme gelöst? 

Die negativen Klischees von gewissen Migranten-Gruppen wurden fleißig selbst geprägt. Beispiel Türken und Araber, um die geht es doch mehrheitlich, oder?
Geht es um Bewerbungen/Arbeitsplatz, bei denen der Bewerber dann trotz deutschen Namens nur radebrechen deutsch kann, um eine Wohnung oder geht es auch um die Meldungen über Straftaten? Bei Straftaten brauchen dann keinerlei Verschweigungstaktiken mehr angewandt werden. Und bei einer offiziellen Namensänderung kann problemlos von „deutschen Männern“ geschrieben werden, die in Rudeln durch die Straßen ziehen oder an Silvester ihr Unwesen treiben.

Zudem könnte die Kriminalitätsstatistik bereinigt werden, die kaum noch ausländische Straftäter aufweist, dann passt doch die Aussage: Migranten sind nicht krimineller als Deutsche.

SPD und Grüne laufen dagegen Sturm.

Denn: Mittlerweile hat jeder vierte Bürger in NRW einen Migrationshintergrund. Und wer sich mit einem „ausländischen Namen“ um einen Arbeitsplatz bewirbt, verringere seine Chancen erheblich. Das hätten mehrere Untersuchungen eindeutig bewiesen, so Klaus Spenlen, Sozialwissenschaftler an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Um welche „ausländische Namen“ es sich hierbei handelt und warum Amélie, Anastazja oder aber Wang, Li und Zhang diesen Wunsch in der Vergangenheit nie äußerten, diese Antwort bleibt Spenlen ledig, zumal er die Meinung vertritt, dass das „Angebot“ eh auf eine „Germanisierung“ hinauslaufen würde.

SPD : Das ist „Assimilation statt Integration“

Gegen diese Pläne laufe die Opposition Sturm, so der WDR. Der SPD-Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim, dessen Eltern aus der Türkei stammen, bemerkt entrüstet, dass dies bedeuten würde, dass man seine Herkunft verleugnen müsse, um besser integriert zu werden. Das sei „Assimilation statt Integration“, befindet die SPD ganz im Sinne Erdogans.

Die integrationspolitische Sprecherin der Grünen, Berivan Aymaz sieht das naturgemäß ähnlich: Es sei schon sehr skurril. Nicht nur, weil CDU und FDP anscheinend glauben, dass das Verbergen der eigenen Herkunft ein substanzieller Beitrag zur Integration wäre, sondern auch, weil das Land hier schlicht keine Gesetzgebungskompetenzen habe, so die türkischstämmige Grüne.

Das Serap Güler (CDU), Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration im Kabinett Laschet jedoch mit genau dieser Begründung – „Menschen müssten ihre Herkunft nicht verstecken, da ein objektives Bewerbungsverfahren in der Landesverwaltung sichergestellt sei“ – das anonyme Bewerbungsverfahren für den Landesdienst wieder abgeschafft hat, das passt der grünen Aymaz dann doch wieder nicht. 

Wie NRW aus Aishe schnell und unbürokratisch eine AnIKA macht

Quelle: WDR und http://www.wz.de

Post Author: Sternmone

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