Ohne Partei auf die große politische Bühne? Unnaer Bürger will direkt in den Bundestag

Im September bewirbt sich Jürgen Mollik als Direktkandidat im Wahlkreis 144 Unna 1 (Unna, Schwerte, Holzwickede, Fröndenberg, Kamen, Bönen und Bergkamen), um den Einzug in den Bundestag. Seine stärksten Konkurrenten sind die Vertreter der 3 etablierten Parteien.

Dennoch rechnet er sich als einziger parteiloser Kandidat durchaus Chancen auf eine ausreichende Stimmenzahl bei den sog. Erststimmen aus.

„Die Zeit ist reif, Parteien und ihren Vertretern zu zeigen, dass unsere Demokratie den Bürgern und Bürgerinnen auch die Entscheidungsmöglichkeit bietet einen Direktkandidaten als Vertreter in den Bundestag zu wählen.“

Mollik kritisiert damit den starken Einfluss von Wirtschaft und Verbänden, die über persönliche Bindungen politische Entscheidungen und Gesetzgebungen steuern. Aber auch den Einfluss, den Parteien durch Fraktionszwänge auf die Entscheidungen der Bundestagskandidaten, die eigentlich nur ihrem Gewissen und dem Wähler verpflichtet sind, haben.

Der Unnaer Architekt möchte zeigen, dass die Bürger mit ihrer ersten Stimme doch etwas bewegen können. Und das große Veränderungen im Kleinen anfangen können. „Vielleicht muss man auch ein bisschen verrückt sein, sich so etwas schier Unmögliches vorzunehmen!

 Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“ zitiert Jürgen Mollik Albert Einstein.

Wie aber stellt sich Jürgen Mollik die Vertretung der Bürgerinteressen vor? „Ganz einfach. In Wahlkreisabstimmungen – oder ich müsste es besser „Bürgerparlament“ nennen, das ich hier für den Wahlkreis öffentlich biete.

Hier werden Meinungen und Vorschläge gesammelt, die diskutiert werden und als Vorschlag in Gremien oder in Reden in den Bundestag gebracht werden.“

Wie erfolgversprechend dies wäre – darüber lässt sich im Moment nur spekulieren. Wenn das Engagement des 66 jährigen aber auch die Wählerinnen und Wähler überzeugt, ist diese Form des Bürgervotums Richtung Hauptstadt einen Versuch wert.

Und Bürgerkandidaten werden im künftigen Parlament eine feste Größe. „Hauptsache, wir Bürgerkandidaten bringen den Parteipolitikern wieder mehr ins Bewusstsein, wessen Vertreter sie sind.“

Es geht auch um ein Signal, das er setzen will – er oder einer der vielen weiteren Bürgerkandidaten, die in ihren Wahlkreisen in Deutschland antreten.

Bundestag Berlin  Regierungsviertel

Post Author: Sternmone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress spam blockiert CleanTalk.