Mehr Geld für Mitarbeiter der Systemgastronomie

Die über 100.000 Beschäftigten von Fast-Food-Ketten in Deutschland bekommen künftig mehr Geld. Nach stundenlangen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) und der Bundesverband der Systemgastronomie  auf ein neues Tarifpaket, wie beide Seiten in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten.

Zuvor waren vier Tarifrunden ergebnislos geblieben, so dass es zu einer Schlichtung gekommen war.

Der neue Entgelttarif sieht über den gesetzlichen Mindestlohn hinausgehende Erhöhungen in den unterschiedlichen Tarifgruppen vor. Er gilt für zwei Jahre. Der Manteltarifvertrag bleibt in weiten Teilen bestehen und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Ab dem 1. Januar 2015 gilt demnach ein unterster Tariflohn von 8,51 Euro. Die Entgelte der unteren Tarifgruppe sollen überdurchschnittlich steigen und die Gehälter von Auszubildenden deutlich erhöht werden. Außerdem sollen die Löhne in Ost und West bis spätestens zum 1. August 2018 angeglichen werden.

Derzeit würden in Tarifverträgen in den untersten Gruppen Stundenlöhne von 7,06 Euro in Ostdeutschland und 7,71 Euro in Westdeutschland gezahlt, berichtete NGG-Sprecherin Karin Vladimirov.

Der Vertrag gilt unter anderem für die Belegschaft von McDonald’s (der US-Konzern beschäftigt in Deutschland allein 58 000 Menschen), Burger King, Nordsee, Pizza Hut sowie die Autobahnraststätten von Tank und Rast.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden hatten die Gewerkschaft und der Bundesverband der Systemgastronomie mit Hilfe eines Schlichters am Donnerstag einen neuen Einigungsversuch gestartet, der dann zum Erfolg führte.

Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei 9,00 Euro pro Stunde.

Das Einkommen der Auszubildenden steigt in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro. Gewerkschafts-Verhandlungsführer Guido Zeitler erklärte: „Mit diesem Tarifabschluss wird der Abstand der untersten Lohngruppe zum Mindestlohn deutlich ausgebaut.“ Die anstrengende und verantwortungsvolle Arbeit in der Systemgastronomie sei „mehr wert als Mindestlohn“.

„Zukunftsfähiges Ergebnis“

Gabriele Fanta, Präsidentin des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS) nannte den neuen Tarifvertrag ein „zukunftsfähiges Ergebnis“. Branchenriese McDonald’s ist auch zufrieden: Der neue Tarifvertrag biete aufgrund der langen Laufzeit wertvolle Planungssicherheit für die kommenden Jahre, erklärte ein Sprecher in München.

Der Bundesverband der Systemgastronomie vertritt unter anderem Burger King, Joey’s Pizza Service, Kentucky Fried Chicken, Marché, McDonald’s, Nordsee, Pizza Hut, Starbucks und Vapiano.

Systemgastronomie
Mehr Geld bei McDonald’s, Starbucks und Co.

Quelle:http://www.ksta.de

Zur Erinnerung: Der Mindestlohn in Deutschland liegt bei 8,84 Euro

 

 

Post Author: Sternmone

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