Staatenloser ohne Aufenthaltserlaubnis will Messer gegen Polizei ziehen – Nach Verhör entlassen

Obwohl er nur knapp daran gehindert werden konnte, ein im Gürtel verstecktes Messer gegen Polizeibeamte einzusetzen, obwohl er seit anderthalb Jahren illegal in Deutschland ist, durfte ein aggressiver staatenloser Mann am Donnerstag im Essener Hauptbahnhof kurz nach seiner Vernehmung wieder frank und frei aus der Wache spazieren. Die zuständigen Behörden sahen keinen Haftgrund.

Nach Mitteilung der Bundespolizei St. Augustin überprüften Einsatzkräfte der Bundespolizei den 21 Jährigen gegen 16:00 Uhr im Essener Hauptbahnhof, weil er die S6 ohne Fahrausweis genutzt hatte. Da er keine Ausweisdokumente dabei hatte, wurde er zur Personalienfeststellung zur Wache gebracht.

Dort wurde er renitent,  wehrte er sich heftig gegen seine Durchsuchung, riss sich immer wieder los – und versuchte plötzlich, ein hinter seinem Gürtel verstecktes Messer zu ziehen. Noch bevor er die Waffe einsetzen konnte, wurde er überwältigt und das Messer sichergestellt.

Zudem konnte ermittelt werden, dass die Aufenthaltsgenehmigung des staatenlosen jungen Mannes bereits im Februar 2016 abgelaufen war. Um eine neue Aufenthaltsgenehmigung hatte er sich offensichtlich bislang nicht bemüht.

Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden wurde er nichtsdestotrotz  später wieder entlassen.

Die Bundespolizei leitete gegen den in Essen wohnhaften Mann ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Aufenthaltes und Widerstands ein.

Foto: Bundespolizei

Post Author: Redaktion

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