Raser in Hagen verurteilt – Illegales Autorennen „nicht nachweisbar“

Im Prozess um den Raserunfall an der Feithstraße in Hagen gibt es ein Urteil. Ein Mann muss für ein Jahr und zehn Monate in Haft. Der zweite bekommt ein Jahr auf Bewährung.

Vor etwas mehr als einem Jahr passierte der Unfall an der Feithstraße.

Mit hoher Geschwindigkeit jagten die zwei Fahrer durch Boele. Als vom Straßenrand ein ansonsten völlig unbeteiligter Autofahrer anfuhr, musste erst der eine Raser, und dann der andere ausweichen. Einer geriet in den Gegenverkehr und prallte mit zwei Autos zusammen. Einer der Fahrer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu Gefängnis verurteilt. Der Mann, der in den Gegenverkehr geraten war, bekommt ein Jahr zur Bewährung.

In Hagen wurden am Montag (03.07.2017) im sogenannten „Raserprozess“ zwei Männer zu Haft- und Bewährungsstrafe verurteilt. Die beiden 34 und 47 Jahre alten Männer sollen vor einem Jahr einen schweren Unfall mit fünf Verletzten verursacht haben. Sie waren nach dem Urteil des Gerichts viel zu schnell gefahren. Für ein illegales Straßenrennen habe es allerdings keine belegbaren Anhaltspunkte gegeben.

Im Prozess vor dem Landgericht Hagen konnten weder durch Video-Beweise, Zeugenaussagen oder Gutachten der Sachverständigen nachgewiesen werden, dass ein Auto-Rennen stattgefunden hatte.

Einer der Angeklagten streitet Raserei ab

Einer der beiden Angeklagten fühlte sich im Prozess sich zu Unrecht als „Raser“ abgestempelt. „Es gab kein Rennen, bezüglich der Geschwindigkeiten werden aber jetzt noch keine Angaben gemacht„, sagt sein Verteidiger Dominic Maraffa heute (29.05.2017).

Für den Angeklagten und seine Familie sei diese falsche Berichterstattung eine besondere Belastung, sagt der Verteidiger, weil dadurch eine Vorverurteilung stattgefunden habe.

Darstellung des Angeklagten überzeugt Staatsanwaltschaft nicht

Vielmehr sei er damals auf dem Weg nach Hause zu seinem kranken Sohn gewesen, dem es sehr schlecht gegangen sei. Deswegen, so die Argumentation des Angeklagten, sei er in Panik gewesen und so schnell gefahren. Es tue ihm aber unendlich leid, was passiert sei.

Quelle: WDR

Post Author: Sternmone

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