Vier eingeschleuste Männer stiegen in falschen Lkw nach England – Im Rheinland durch Klopfen entdeckt

Diese Flucht hätte unfreiwillig in England enden und für die vier blinden Passagiere bei diesen Temperaturen lebensgefährlich verlaufen können. In einem ungarischen LKW, der im Rheinland unterwegs war, wurden am Donnerstagmorgen (22. 6.) vier mittels Schleusern geflüchtete Männer entdeckt. Sie machten sich durch heftiges Klopfen während der Fahrt auf der Autobahn bemerkbar.

Der ungarische Fahrer hörte die Klopfgeräusche, stoppte den Laster und sprach eine Autobahnstreife an. Die öffnete den Sattelauflieger unter Beisein des Fahrers –  und 2 Sudanesen und 2 Iraker konnten aus dem LKW befreit werden. Sie waren gesundheitlich wohlauf.

Nach der ersten Befragung des LKW Fahrers und der 4 Männer stellte sich heraus, dass ihr Reiseziel England gewesen war und sie aber in Belgien auf den falschen LKW gestiegen waren. Nach den ersten polizeilichen und erkennungsdienstlichen Maßnahmen konnte festgestellt werden, dass die 2 Iraker schon in Deutschland registriert waren. Einer war als Asylbewerber seit 2015 bei den Behörden bekannt. Der zweite war im April 2017 von Dänemark nach Deutschland ohne Ausweispapiere eingereist und den Auflagen der Behörden nicht gefolgt und untergetaucht. Er hatte für seine Flucht mehrere tausend Euro gezahlt.

Die zwei Sudanesen waren laut europaweiten Recherchen in Frankreich als Asylbewerber bekannt.

Alle vier geschleusten Männer wurden wegen der unerlaubten Einreise beanzeigt und an die zuständigen Ausländerämter weitergeleitet. Gegen den LKW Fahrer laufen zurzeit noch die Ermittlungen.

Quelle: Bundespolizei St. Augustin

Post Author: Redaktion

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