Passant bei illegalem Autorennen in 40er-Zone getötet – BGH-Urteil mit Spannung erwartet

Sie rasten offenbar außer Rand und Band durch die 40er-Zone – rein aus Spaß am lebensgefährlichen Kick. Ein 34 jähriger Fußgänger bezahlte das kriminelle Verhalten zweier Autofahrer am Freitagabend (16. 6.) in der  Mönchengladbacher Innenstadt mit dem Leben.

Wie die Mönchengladbacher Polizei berichtet, lieferten sich gegen 23 Uhr zwei Fahrzeuge auf einer vierspurigen Straße ein Rennen. Der Fahrer eines schwarzen Seat geriet mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn – und dort wollte gerade ein 38 jähriger Fußgänger die Fahrbahn überqueren. Er wurde von dem Seat überfahren und starb an Ort und Stelle.

Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 28-jährigen Mann aus Schwalmtal. Der Fahrer des zweiten Pkw raste davon, er wurde am Samstagmorgen (17. 6.) noch gesucht.  Bei diesem Fahrzeug soll es sich um einen silbernen Seat mit MG-Kennzeichen gehandelt haben.

Die Geschwindigkeit ist an dieser Stelle auf 40 km/h reduziert, schreibt die Polizei.

Immer wieder gab es in Deutschland schwere Unfälle durch illegale Autorennen.

Aufsehen erregte der Fall zweier Raser in Berlin, die Ende Februar wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. In Hagen müssen sich aktuell zwei Angeklagte wegen eines Autorennens vor dem Landgericht verantworten. Ihre Autos waren in den Gegenverkehr geraten, fünf Menschen wurden teils schwer verletzt.

Am kommenden Donnerstag, 22. Juni, wird ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) in Karlsruhe erwartet:

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verschärfung der Strafen gegen zwei Raser, die sich im April 2015 in Köln ein lieferten. Bei Tempo 95 schleuderte eines der getunten Autos aus der Kurve und traf auf dem Radweg mit voller Wucht eine 19 Jahre alte Studentin, die wenige Tage später starb. Die Richter entschieden zunächst auf Bewährung – was einen öffentlichen Aufschrei nach sich zog.

Die Bundesregierung will bis zur Bundestagswahl die Strafen verschärfen: Für illegale Rennen soll es bis zu zwei Jahren Haft bestraft geben – bis zu zehn Jahren, wenn jemand schwer verletzt oder getötet wird.

Post Author: Redaktion

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