Kritische Demokratie: Schwerter Gymnasiasten luden AfD-Politiker in ihren Unterricht ein

Es sollte in einer gesunden Demokratie ganz normal sein: Dass sich mündige Wähler kritisch mit den Positionen und Personen unterschiedlichster politischer Parteien auseinandersetzen und sich – gut informiert – diskutierend ihr eigenes Urteil bilden.

Dass junge Menschen den Erwachsenen dabei oft weit voraus sind, bewiesen schon im Landtagswahlkampf zwei Lüner Gesamtschulen, die – im Gegensatz zu den meisten anderen Wahlpodien im Kreis Unna – keine Scheu hatten, zusammen mit den übrigen Landtagskandidaten auch den der AfD einzuladen. Die Schüler erwiesen sich als sehr kritisch, sehr gut informiert in der Sache und hart nachfragend – aber fair.

Eine ganz ähnliche Erfahrung machte am Montag (12. Juni) erneut ein AfD-Politiker mit Schülern aus dem Kreis Unna. Hans-Otto Dinse aus Schwerte besuchte auf Einladung eines Oberstufen-Sozialwissenschaftskurses das Schwerter Ruhrtal-Gymnasium (RTG).

Der Kurs bat ihn, die Positionen der AfD darzustellen. Er sei auf „wissbegierige, gut informierte, unvoreingenommene junge Menschen“ gestoßen, beschreibt Dinse emphatisch den Verlauf des Besuchs, „eine Doppelstunde Frage-Antwort… die Lehrerin nur als Beobachterin.“ Ganz ähnlich hatten auch die Lüner Gesamtschüler vor der Landtagswahl Mitte Mai beschlossen, sich gut vorbereitet mit den Standpunkten der „Alternative“ zu befassen und gleichzeitig den Vertreter dieser Positionen live zu erleben.

Solche Schulveranstaltungen und Unterrichtsbesuche werden – in aller Regel – sorgfältig im Unterricht vor- und danach kritisch aufbereitet.

Post Author: Redaktion

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