ARTE UND WDR VERWEIGERN AUSSTRAHLUNG VON DOKUMENTION ÜBER ANTISEMITISMUS

Es ist ein Skandal, dass sich arte und der WDR weigern, die Dokumentation zu zeigen, die sie selbst in Auftrag gaben. Und die seriös gearbeitet hat.

Dokumentation über Judenhass entspricht nicht dem Auftrag von arte

Tapfer im Nirgendwo

Nachdem Tapfer im Nirgendwo darüber berichtet hatte, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender arte und WDR die Ausstrahlung einer Dokumentation über Antisemitismus in Europa verweigern, obwohl eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten wie Prof. Michael Wolffsohn, Götz Aly, Ahmad Mansour, Samuel Schirmbeck und Prof. Monika-Schwarz-Friesel die Ausstrahlung unterstützen, reagierte das WDR Social Media-Team mit dieser Stellungnahme:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Experten sind da ganz anderer Meinung! Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“

Wer hat wohl mehr Ahnung? Antisemitismusexperten, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigen oder das Social Media-Team einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, wissend, dass schon seit Jahren die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten massiv einseitig und manchmal sogar mit Lügen und Falschaussagen gegen Israel berichten, wie Tapfer im Nirgendwo nachgewiesen hat?

Die Reaktion des WDR Social Media-Team ist jedoch nicht das Abenteuerlichste, was bisher als Begründung für das Nichtsenden der Dokumentation herhalten musste. Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten werden mit folgenden Worten zitiert:

„Der Film ist eine Provokation!“
„Der Film schüttet Öl ins Feuer!“
„Der Film kann angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden.“
„Der Film ist antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch.“
„Der Film ist nicht ergebnisoffen.“

Was bitte soll das alles heißen? In dem Film wird brutaler Judenhass dokumentiert. Die Hamas ruft in ihrer Charta zur Vernichtung aller Juden auf.

Arabische Schule und Kindergärten erziehen Kinder zum Judenhass und bringen ihnen bei, wie man Juden effektiv tötet.

Führende arabische Politiker bezeichnen Juden als „Bakterien“ und „Parasiten“, die ausgerottet werden sollen.

Führende arabische Politiker und Gelehrte verehren Adolf Hitler. Terroristen und Judenmörder werden von der palästinensischen Autonomie mit hohen Renten belohnt.

Die Europäische Union und europäische Kirchen finanzieren diese Geldflüsse.

Die Organisationen Brot für die Welt und Misereor finanzieren Boykott-Kampagnen gegen Israel.

All das schwappt nach Europa. Judenhass breitet sich wieder auf europäischen Straßen aus.

Die Gewalt gegen Juden nimmt zu, in Wort und in Tat. Auf offener Straße in Deutschland wird die Vergasung von Juden gefordert. In Frankreich wurden sogar schon Juden ermordet. All das wird in dem Film gezeigt.

Was bitte soll es da bedeuten, der Film sei nicht ergebnisoffen?

Ist es etwa der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten, ergebnissoffen gegenüber eliminatorischen Judenhass zu berichten?

Der mörderische Judenhass im mehrheitlich christlichen Europa ist mit dem mörderischen Judenhass im arabischen und islamischen Raum verwoben. Auf offener Straße wurden in Berlin diese Sätze gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

Die Männer, die das brüllten, waren von der judenfeindlichen Propaganda des arabischen Raums inspiriert. Immer wieder schlägt der Hass auf Israel auf Juden in Europa ein. In Hannover wurden im Jahr 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen und In Offenbach wurde ein Rabbiner in einer Einkaufspassage von Jugendlichen angegangen. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war, was einem arabisch skandierenden Mob nicht gefiel. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde, da dort auch muslimische Kinder zur Schule gehen. In Berlin musste ein jüdischer Schüler die Schule verlassen, weil er als Jude verfolgt wurde. Die Gewalt gegen Juden eskaliert auch im Norden Europas bereits seit Jahren und verantwortlich daran sind nicht Søren und Freya. Am 8. Januar 2009 rief auf den Straßen in Oslo ein überwiegend muslimischer Mob “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen.

Die Gewalt gegen Juden in Europa ist bereits seit geraumer Zeit wieder mörderisch. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann getötet, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder. Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Das ist der Judenhass, der in Europa mordet. Der Judenhass ist verwoben mit dem Hass gegen Israel. Über diesen internationalen und in der muslimischen Welt durch Gelder der christlichen Welt finanzierten Judenhass zu berichten, gehört zu jeder Dokumentation über Antisemitismus in Europa.

Was arte und der WDR hier abziehen, ist nichts weiter als die radikale Weigerung, über Judenhass in Europa zu berichten.

Es ist eine öffentlich-rechtlich finanzierte Schande!

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Link zum Beitrag: https://tapferimnirgendwo.com/2017/06/02/dokumentation-gegen-judenhass-entspricht-nicht-dem-auftrag-von-arte/

Der Film liefert sehr wohl, wozu er beauftragt war. Er beleuchtet den aktuellen Antisemitismus in Europa wie keine andere Dokumentation, die jemals auf einem öffentlich-rechtlichen Sender gezeigt wurde! Es werden europäische Philosophen, Komponisten und Schriftsteller gezeigt, die sich über die Jahrhunderte negativ über Juden geäußert haben, sowie Zitate aus christlichen Werken präsentiert, die in europäischen Gotteshäusern zum Judenhass angestiftet haben. Ein besonderer Fokus wird auf Martin Luther gerichtet, auf dessen judenfeindliche Schriften sich später die Nazis beriefen. In der Dokumentation wird Julius Streicher gezeigt, der unter den Nazis das judenfeindliche Hetzblatt Der Stürmer herausbrachte und seinen Hass mit diesen Worten rechtfertigte:

„Antisemitische Presseerzeugnisse gab es in Deutschland durch Jahrhunderte. Es wurde bei mir zum Beispiel ein Buch beschlagnahmt von Dr. Martin Luther. Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank. In dem Buch „Die Juden und ihre Lügen“ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man soll sie vernichten.“

Zitat der Frankfurter Allgemeine: 

Arte und WDR kneifenWie soll man über Judenhass berichten?

Ein Dokumentarfilm über neue Formen des Antisemitismus wird sehr gelobt. Aber Arte und der WDR wollen ihn nicht zeigen, weil er nicht „ausgewogen“ sei. Die Autoren verstehen die Welt nicht mehr.

 

Post Autor: Sternmone

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